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Archive for the ‘August’ Category

Ja, leider wahr. Ich bin wieder zurück in Deutschland und gestern zu Hause angekommen. Es war nicht die Sehnsucht nach der Heimat, die mich vorzeitig nach Hause zog, sondern ein defekter fünfter Gang. Mein Zebra, was mich auf über 16.000km, treu durch marokkanische Wüsten und über so viele Straßenkilometer getragen hat, lässt mich jetzt im Stich.

Auf dem Weg nach Wien sprang der fünfte Gang permanent raus und als ich am nächsten Morgen mit einem üblen Bauchgefühl in Richtung Mazda Werkstatt in Wien fuhr, wurde mir meine Vermutung bestätigt. Der Synchronring des fünften Ganges ist so stark verschlissen, dass der Gang immer wieder mit einem unschönen Geräusch rausrutscht. Als mir der österreichische Werkstattmeister offenbarte, was auf meine ohnehin schon strapazierte Reisekasse zukommen würde und sich die Hoffnung auf eine teilweise Übernahme der Reparaturkosten seitens Mazda wie Seifenblasen zerplatzen, war die Entscheidung für mich gefallen, ich muss meine Reise hier abbrechen. Eine Reparatur würde 1.500€ kosten und obwohl das Problem bei Mazda bekannt ist, weigern sie sich vehement auch nur einen Bruchteil der Kosten zu übernehmen.

Besonders tut es mir vor allem für die Menschen leid, denen ich versprochen hatte sie auf meiner Reise zu besuchen. Bratislava, Budapest, Bukarest, Silistra und Istanbul hätte ich so gerne mit euch erlebt! Es ist ein mehr als besch****es Gefühl, wenn man erst realisiert, dass all das jetzt nicht mehr passieren wird.

Danke an die Menschen, die mich auf meiner Reise begleitet haben, ob über meinen Blog oder sich sogar für einen Teil der Strecke mit ins Zebra gesetzt haben. Über alle Kommentare und Mails die mich auf meiner Reise empfangen haben, habe ich mich immer gefreut. Ihr alle habt meine Reise erst zu dem gemacht was sie geworden ist!

Danke auch an alle Unterstützer und Sponsoren auf meiner Reise. Ich habe es viel mehr zu schätzen gelernt, was es bedeutet etwas geschenkt zu bekommen.

Nicht zuletzt danke ich meinen Eltern, die sich sicher das ein oder andere Mal sorgen machen mussten, weil ich vor lauter Erlebnissen manchmal jegliche Kommunikationsmittel vergessen habe und ich hoffe, dass sie mich noch das ein oder andere Mal, sorgenfrei in die Welt hinausziehen lassen.

Mein Zebra steht nun wieder genau an dem Platz in unserer Einfahrt, wo vor vier Monaten meine Reise begann und ich träume schon von der Nächsten.

Bis bald und inschallah,

Euer Daniel

#33 – 15.08.2012; Das war’s!
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Ja, wir haben es geschafft! Nachdem jetzt die Tape- und Pflasterindustrie durch unsere Wanderung einen regelrechten „boom“ erlebt hat sind wir schon nach fünf und nicht wie zuerst geplant sechs Tagen in Italien angekommen. Kleinere Wehwehchen wie Blasen an Zehen und Fingern, Knieprobleme und offene Fersen, konnten unser Vorhaben jedoch zu keiner Zeit gefährden 😀

11.000 Höhenmeter und eine Strecke von 168km haben wir, in Oberstdorf angefangen, bis nach Meran vernichtet. Gemütliche Hüttenabende mit unendlich vielen Runden Kartenspielen und Quartett bis zum umfallen, fanden in immer mollig warmen 30-Mann Zimmern ihr wohl-duftendes Ende. Leider waren die ersten beiden Tage mit Regen durchzogen, doch so hielt sich die Frequentierung auf den Hütten in Grenzen und wir hatten, trotz vorheriger Ankündigung, dass nur noch das Notlager zur Verfügung steht, immer das Glück auf ein richtiges Lager. Etappen von bis zu 10 Stunden standen wir als Gruppe durch und kaum einer von uns hätte damit gerechnet, dass unsere einzige Frau im steilsten und auch höchsten Anstieg unserer Wanderung ALLE stehen lässt und in ihrem unermüdlichen Rhythmus als erster auf 3019m Höhe die Fahne hisst, Respekt -> Girlipower!!

Gämse, Steinböcke und Murmeltiere waren unsere täglichen Begleiter auf meist vegetationslosen und nicht zum Abrutschen ermutigenden Gebirgspfaden. Obwohl es schon meine vierte Alpenüberquerung war, zählen die Sonnenaufgänge über Gletscherformationen und weite Blicke über Wolkenmeere bis ins Tal immer wieder zu den schönsten Momenten einer Wanderung!

Meine Reise zieht mich nun alleine weiter in Richtung Schwarzes Meer. Dort angekommen suche ich den Weg nach Istanbul, um dort, an dem vorläufig östlichsten Punkt meiner Reise wieder den Heimweg über Griechenland und der Adria-Küste entlang anzutreten.

#32 – 28.07. – 10.08.12, E5 Alpenüberquerung

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